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FDP Neuss: Fehlende Bildungsfokussierung in der Verwaltungsspitze bremst digitalen Unterricht in Neuss aus!

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Der FDP Vorsitzende Michael Fielenbach und sein FDP-IT-Experte Horst Weiner fordern endlich eine Bündelung der Kräfte für einen zeitgemäßen digitalen Unterricht, der seinen Namen auch verdient und sich uneingeschränkt und chancenwahrend zugunsten unserer Schülerinnen und Schüler auswirkt. „Wir sind eine Gesellschaft von Stellungnehmenden, Sprechern, Betonenden, Hinweisenden und Lippenbekennenden geworden. Und dies am besten auch noch gendergerecht. Nur ist keiner mehr da, der endlich „macht“ und Verantwortung übernimmt.

Da wird leidenschaftlich über ein Schützenfest oder Karneval in Zeiten von Corona diskutiert und deren Ausfall beweint aber bei dem wirklich wichtigen Thema Schule und Bildung, digitaler Unterricht für unsere Kinder –denn das ist unsere Zukunft!-, da ist plötzlich Stille und die zuständige Beigeordnete, Frau Dr. Zangs, ein Totalausfall. Wenn man sich 2016 und 2017 mit seiner unsäglichen Diskussion über eine Jugendstilsammlung und den Einsatz der zuständigen Beigeordneten vor Augen führt, die trotz notwendiger 2-stelliger Investitionserfordernisse seitens der Stadt bis zuletzt gekämpft hat, dann wird an Ihrer gegenwärtigen Stummheit nicht nur der Totalausfall der Verwaltungsführung bei der Sicherstellung eines ordentlichen digitalen Unterrichts mehr als deutlich, sondern auch deren Desinteresse. Und wenn dem „wirtschaftlichem Analphabetismus“ der Grünen nun auch noch der „bildungsverantwortliche Analphabetismus“ der Verwaltungsführung folgt, dann kann sich Bürgermeister Breuer auch bald als Museumsdirektor oder Kurator eines längst vergangenen Bildungsstandortes fühlen und sich seinen ehemaligen Schulstandorten rühmen, an die sich Eltern und Schülerinnen/Schüler, wie Museumsbesucher sicher „gerne“ erinnern, so Fielenbach.

Wenn in der nächsten Woche der Unterricht nach den Weihnachtsferien wieder digital starten soll, ist nach gut 11 Monaten sehr wenig passiert und die Eltern in Neuss schlagen zurecht Alarm, so Horst Weiner, zuständiger CIO im Kreis. Die gravierenden Versäumnisse zementieren auch ein unfaires Verhalten gegenüber den Schülerinnen und Schülern, das sich v.a. bei den Abiturientenjahrgängen auf den weiteren Lebensweg auswirkt. Die Antworten, die aus dem Schuldezernat auf Anfragen von Eltern oder gar vorsorglich erfolgen, erscheinen wie Antworten von „Radio Eriwan“… Im Prinzip ja!…aber…denn eine Breitbandanbindung ist keine Vorbereitung auf Vorbereitung auf das Distanzlernen. Es gibt andere Anbieter als nur die Telekom. Die iPads sind ganz nett, aber eignen sich nicht für die Erfassung oder Bearbeitung von längeren Texten oder mathematischen Aufgaben. Ein Zugriff auf die IT der Schule, bzw. der 2 oder 3 Programme die dort eingesetzt werden, ist nicht möglich, schon gar nicht über iPads. „Big BlueButton“ ist eine Videokonferenz-Lösung, stößt aber schnell an seine Leistungsgrenzen, weshalb sich einige Lehrer, die sich mit der Schuldigitalisierung befassen, um Webex-, gotomeeting- usw. Lizenzen bemühen. Aber immerhin haben einige Schulen jetzt einen Breitbandanschluss, quasi einen V8 Motor mit 400 PS, aber kein Fahrgestell, kein Chassis, keine Räder. Das ist die bittere Realität für unsere Schülerinnen und Schüler und die Eltern, die ihre Verantwortung als Lehrende in Coronazeiten ernst nehmen, so Fielenbach und Weiner.

Übrigens: An anderen Schulen –nicht in Neuss- sind Lehrer-Laptops vorhanden, die zentral administriert, d.h., über das Internet gewartet und gepflegt und mit Software bestückt werden. Ebenso Schüler-Laptops….! Das würde eine entsprechende personelle Infrastrukturplanung bei der Stadt Neuss voraussetzen, wenn man dort das Thema in der Gewichtigkeit fokussiert hätte… Schließlich setzt ein funktionierender Distanzunterricht voraus, dass die Endgeräte einsatzbereit und mit dem Schulnetz verbunden sind.

Kann man so machen, muss man aber nicht! Und tut man auch nicht in Neuss, denn 9 Monate nach Corona, wo alle in Schockstarre nur noch über das Fortbestehen des Schützenfestes diskutiert haben, hat der Bürgermeister flugs eine Task Force eingerichtet, um endlich mehr Tempo in die Schul-Digitalisierung zu bekommen. Das ist doch mal eine Maßnahme, so Fielenbach und Weiner, die auch noch eines zu Bedenken geben. Für die meisten von uns hat der Gamer-Changer Corona nahezu alles verändert. Aber eines ist geblieben…die „beweglichen Feiertage“.


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