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FDP im RKN: Reine Männersache?!

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Elena Fielenbach, Vorsitzende der Liberalen Frauen im Rhein-Kreis Neuss, stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende und Mitglied des Kreistages fordert: Mehr Frauenpräsenz in der Kommunalpolitik. Am 28.04.21 hat die Kreiswahlversammlung der FDP unter Pandemiebedingungen in einer Turnhallenatmosphäre in Grevenbroich stattgefunden. Es ging um die Aufstellung der Landtagskandidaten für die NRW-Landtagswahl 2022 sowie die Delegiertenwahl zum Landesparteitag. Dazu haben sich die Kandidaten für die drei Wahlbezirke im Rhein-Kreis Neuss vor ca. 100 Mitgliedern aus den Stadtverbänden präsentiert. Viele Männer und nur sporadisch, hier und da, waren ein paar Frauen zu beobachten. Auch unter den vier Kandidaten war nur eine einzige Frau, Frau Dr. Wiebke Kluth, zu sehen, die vom Stadtverband Neuss benannt worden war. „Kein schönes Bild für die Emanzipation der Frau im politischen Bereich. Der Frauenmangel war bei der Kreiswahlversammlung nicht nur sichtbar, sondern deutlich auch spürbar“, so die Vorsitzende der Liberalen Frauen, Elena Fielenbach. Vier Bewerber für drei Plätze heißt: Ein Kandidat zu viel. Leider hat es für die kompetente Landtagskandidatin Frau Dr. Wiebke Kluth nicht gereicht. Erneut haben sich drei Männer durchgesetzt. „So wird nächstes Jahr der FDP Wahlkampf im Rhein-Kreis Neuss wohl einen männlichen Touch haben“, so Elena Fielenbach, die dieser Abend schon recht nachdenklich gemacht hat und die eine gewisse Disharmonie spürte. „Konstruktivesund weitsichtiges Denken wurde durch reine Wettkampfmentalität ersetzt. Es machte sich in mir die Bewusstheit einer dissonanten Verhaltensweise breit“. Einerseits wird Handlungsbedarf im Bereich „Frauenakquise“ und Frauenpräsenz in der Politik festgestellt andererseits werden selbst die schon vorhandenen Frauen für Positionen und Aufgaben nicht vorgeschlagen, nicht aufgestellt, nicht gewählt und sogar weggewählt. Da stellt sich die Frage, wie Wählerinnen auf die FDP mit Zuversicht schauen können, wenn die interne Frauenrepräsentanz so gering ist.

„Und warum sollen sich Frauen in der FDP engagieren, wenn es dort keine Perspektiven angeboten werden?“, so Elena Fielenbach. Nur auf Bildern zu erscheinen und somit auf ein hoffnungsvolles weibliches Vorhandensein hinzuweisen, ist weder zufriedenstellend für knapp über 50 % unserer Gesellschaft noch zielführend für die FDP. Durch mehr Frauenpräsenz wird zwangsläufig eine Denkumstellung stattfinden. Dabei können Veränderungen anfänglich durchaus beängstigend wirken. „Und deshalb brauchen wir mutige Männer, die die Notwendigkeit einer paritätischen Repräsentanz erkennen und diese mit Frauen gemeinsam aufbauen wollen“, so die Kreisvorsitzende der Liberalen Frauen.

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