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FDP Neuss: Omas Prothese im Kindermund- oder wenn sozial benachteiligte Kinder ihre Zähne zu früh verlieren

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Jan Raatschen und Tim Schultheis, Spitzenkandidaten für den kommenden Vorstand der Neusser FDP, fordern: Mundgesundheit darf nicht vom sozialen Umfeld abhängen, in welches Kinder hineingeboren werden. Dabei sprechen sie ein heikles Thema in Neuss an, dass bislang völlig unbeachtet geblieben ist.

Sie werden dabei unterstützt von Zahnmedizinerin Marieke Schanz und Allgemeinmedizinerin Wiebke Kluth, die die Ergebnisse mangelnder Mundhygiene nahezu jeden Tag in der Praxis erleben.

Jan Raatschen und Tim Schultheis wollen hierzu einen Antrag einbringen, indem sie die Stadtverwaltung auffordern, die gegenwärtig einmal pro Jahr stattfindende Gruppenprophylaxe §21 SGB V in Kindergärten und Kindertagesstätten in sozial schwachen Stadtteilen zukünftig jedes Vierteljahr durchzuführen und die Aufklärung über die Mundhygiene als interkulturelles Angebot unter Einbeziehung der Eltern und mehrsprachiger Informationsblätter auszubauen. Damit wollen sie Kindern aus sozial benachteiligten Familien mit und ohne Migrationshintergrund eine Chance auf ein gesundes Zahnleben ermöglichen und sie selbst dazu befähigen, ihre Zähne zu pflegen.

Beide sind sich einig, dass dies am besten erreicht werden kann indem frühzeitig mit der Erziehung zur häuslichen Mundhygiene und zum richtigen Ernährungsverhalten gestartet wird.

In der pandemischen Zeit ist vieles in den Hintergrund getreten, die Gesundheit unserer Kinder muss wieder zurück in unseren Fokus. Die Mund- und Zahngesundheit gehört dabei mit erster Priorität dazu, denn Karies ist die häufigste chronische Erkrankung im Kindesalter.

Sie betrifft bereits ca. 11% der 3-Jährigen. Gründe hierfür sind ungenügende Zahnpflege und ungesunde Ernährung. Ca. 22 % der Kinder putzen ihre Zähne nicht häufig genug und nehmen an Vorsorgeuntersuchungen zu selten teil. In Studien zur Mundgesundheit zeigt sich erschreckenderweise ein direkter Zusammenhang zwischen Mundgesundheit und sozialem Status. In sozialen Brennpunkten sind insbesondere die Kinder mit Migrationshintergrund von Karies betroffen. 

Wenn Karies sich bei Kindern bildet, muss sie früh erkannt werden, da sie sich an Milchzähnen rasend schnell entwickelt, denn der Milchzahn ist weniger stark mineralisiert und der äußere Schmelzmantel ist dünner als bei bleibenden Zähnen.

Zur Erhaltung der Milchzähne muss Karies frühzeitig behandelt werden. Diese Ziel verfolgen beide Politiker und erfolgreiche Unternehmer, denn bleiben die stark zerstörten Milchzähne unbehandelt, können sie zu chronischen Entzündungen im Kiefer, zu Kieferfehlstellungen und aufwendigen sowie kostenintensiven kieferorthopädischen Behandlungen führen.

Unsere Kinder haben die beste Vorsorge verdient. Eltern und Kinder müssen in die Lage versetzt werden, zur Erhaltung ihrer eigenen Gesundheit verantwortlich zu handeln. Die Stadtverwaltung muss hier den bestmöglichen Beitrag leisten, auch wenn hier Geld in die Hand genommen werden muss. Da ist jeder EURO best investiertes Geld, sind Raatschen und Schultheis überzeugt.

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